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NABU Willich

Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

Zucht von Mauerbienen

Mauerbienen in Nisthilfen                                                                               

Mauerbienen sind sehr vielseitige Bestäuber und werden gerne auf Obstplantagen , aber auch für kleinere Bestäubungsbereiche eingesetzt. Besonders eignen sie sich für die Bestäubung von Aprikose, Süßkirsche, Pflaume, Birne, Apfel und Sauerkirsche.

Foto: Harry Abraham ..... Ein Nistblock für Mauerbienen mit Kokons gefülltem Brutraum

Foto: Harry Abraham ….. Ein Nistblock für Mauerbienen mit Kokons gefülltem Brutraum

Mauerbienen sind Bauchsammlerbienen. Durch ihren Pelz sind die Mauerbienen bessere Bestäuber als Honigbienen, da sehr viel Pollen in ihrer Behaarung am Bauch hängen bleibt. Beim landen auf einer Blüte bleiben viel mehr Pollen am klebrigen Stempel der Blüte hängen als bei Honigbienen. Honigbienen feuchten den Pollen an, und sammeln ihn in Körbchen an den Hinterbeinen. Dieses Breigemisch wird nicht so optimal an die Stempel der Blüten freigegeben. Mauerbienen sind also höchst effektive Obstbaumbestäuber.

Die Wildbienen suchen in unmittelbarer Nähe nach Nahrung und fliegen dabei nur wenige 100 m weit. Sie suchen in der Nähe des Nistkastens, während Honigbienen bis 5 Km weit fliegen. Wildbienen sind daher am Wunschort gezielt einsetzbar.

Die Nisthilfen sollten Ende Februar an ihrem Bestimmungsort stehen. 30 Bienenkokons der gehörnten Mauerbiene sind als Starterset in dem oberen runden Schlupfraum vorhanden. Ende Februar kann das Verschlußband vom Schlupfraum entfernt werden. Sobald das Wetter gut wird, schlüpfen zuerst die Männchen und nach 2-3 Tagen die Weibchen. Diese Nistplatten eignen sich besonders gut zum Aufbau einer Mauerbienenzucht. Nachkommen des Startersets werden die Stammzucht jedes Jahr vergrößern.

Pro Tag kann eine Mauerbiene eine Brutzelle fertigstellen. Pro Biene sollte man den Bienenweibchen 3 Nistgänge zur Verfügung stellen, damit die Vermehrungsmöglichkeit optimal verläuft.

Die rote und gehörnte Mauerbiene kommen in Deutschland besonders häufig vor. Die Nistkästen sollten an trockenen warmen Stellen (Südost) aufgehängt werden. Schuppen- oder Hauswände eigenen sich besonders gut.

Hierbei gibt es 2 Möglichkeiten die Nistblöcke einzusetzen.

  1. Die intensive Haltung von Mauerbienen bei denen man im September die Kokons aus den Nistbrettern entnimmt und die Parasiten aussortiert. (Weitere Informationen können bei Bedarf angefordert werden)

Oder

  1. Die extensive Haltung, bei der die Nistplatten nicht auf Parasiten kontrolliert werden und somit anderen wenig effektive Bestäuber ebenso fördert.

Ein Nistkastenblock umfasst 35 Gänge die bei optimaler Belegung 350 Zellen Platz bietet. Pro Hektar sollten 4 Nistblöcke eingesetzt werden um die Bestäubung zu optimieren. Die Nistblöcke sind aus MDF Platten mit einer Wasserfesten Siebdruckplatte als Regen und Spechtschutz. Die Platten sind mit Schloßschrauben und Flügelmuttern zusammengeschraubt und können leicht geöffnet werden.

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