Vogel des Jahres 2017



Presse: Faktencheck zum Insektensterben



NABU-Mitgliederversammlung
31. August 2017 19:00 - 21:00 @ Neersen Pappelallee (Schloßpark)













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Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

Wildbienen

 

 

Foto: Harry Abraham ..... Gehörnte Mauerbienen (Männchen)Pflanzen brauchen zur Bestäubung und somit zur Fortpflanzung Bienen, wobei die wild lebenden Solitärbienen eine wichtige Aufgabe übernehmen. Die Gewächse brauchen den Wind oder mobile Bestäuber, damit der männliche Pollen zu den passenden weiblichen  Blüten gelangen kann. Aber die Wildbienen machen es nicht, weil es ihnen Spaß macht, sondern weil sie mit süßem Nektar für ihre Arbeit entlohnt werden. Die Landwirtschaft braucht diese bewährte Partnerschaft zwischen Bienen und Pflanzen um einen guten Ertrag zu erzielen.

Lange Zeit standen die weniger beachteten Insekten wie Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen, Motten oder Käfer im Schatten der Honigbienen. Doch seit einiger Zeit interessieren sich Fachleute, aber auch Laien vermehrt dafür wie wild lebende Insekten zur Bestäubung von Pflanzen ihren Beitrag leisten. Wildbienen sind oft effektivere Bestäuber als ihre Verwandten. Durch ihren Pelz sind die Mauerbienen bessere Bestäuber als Honigbienen, da sehr viel Pollen in ihrer Behaarung am Bauch hängen bleibt. Beim landen auf einer Blüte bleiben viel mehr Pollen am klebrigen Stempel der Blüte hängen als bei Honigbienen. Honigbienen feuchten den Pollen an, und sammeln ihn in Körbchen an den Hinterbeinen. Dieses Breigemisch wird nicht so optimal an die Stempel der Blüten freigegeben. Mauerbienen sind also höchst effektive Obstbaumbestäuber.

Jede zweite Wildbiene ist bedroht und steht auf der roten Liste der gefährdeten Arten.

Foto: Harry Abraham ..... Insektenhaus im Naturerlebnisgarten an der NABU UmweltstationWas kann man tun

Nisthilfe für Wildbienen  Viele Wildbienen- und Wespenarten leben natürlicherweise in Löchern in Holz (verlassene Käferfraßgänge). Diesen Arten kann man leicht Nisthilfen bauen und anbieten. Die Wildbienen zählen etwa 500 heimische Vertreter, von welchen einige häufiger vorkommen, einige aber auch schon sehr selten sind. Daher sollte man, nicht ganz uneigennützig, unbedingt Nisthilfen für diese Insekten im Garten installieren. Der Bau von Nisthilfen für Solitärbienen (Einsiedlerbienen) hat zahlreiche positive Auswirkungen im Naturgarten.

Kurze Bauanleitung

Mauerbienen100Man braucht einen Rahmen der Rund, quadratisch oder rechteckig ist. Diesen Rahmen kann man mit Bambus, Holunderästen, Schilfhalme oder Rundhölzern in die man Löcher bohrt bestücken. Die Länge dieser Niströhrchen sollte 8 – 10 cm sein. Als Rahmen eignet sich auch eine leere Konservendose in die man diese Niströhrchen stramm hineinpresst. Die Zwischenräume kann man mit dünnen runden Holzstückchen ausfüllen, damit sie stramm in dem vorhandenen Rahmen befestigt sind und nicht herausfallen, oder von Vögeln herausgezogen werden können.

Wenn sie irgendwo ein Brett oder einen Holzblock aus Hartholz rum liegen haben, können Sie in diesen unterschiedliche Löcher bohren. Die Faustregel dabei ist: Durchmesser des Bohrers mal zehn ergibt die Bohrtiefe.

Weitere Förderungsmöglichkeiten

Fördern kann man Wildbienen durch Magerwiesen, Trockenmauern, bunte Raine, abwechslungsreiche Landschaften und blühende Gärten. Heimische Obstbäume und Sträucher, Wildrosen, Taubnessel, Lavendel, Ysop, Melisse, Dost, Minze und viele andere Blühpflanzen die in jedem Garten Platz finden.

 

Förderung von Mauerbienen. Hier klicken

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