Vogel des Jahres 2017



Presse: Faktencheck zum Insektensterben



NABU-Mitgliederversammlung
31. August 2017 19:00 - 21:00 @ Neersen Pappelallee (Schloßpark)













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Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

Umweltpreis der Stadt Willich 2017

Anfang Juni 2017 erhielt Elita Grafke den Umweltpreis der Stadt Willich. Die Naturtrainerin Elita Grafke hatte sich mit der von ihr entwickelten Ausstellung zum Thema „Wilder Müll – eine lebensbedrohliche Gefahr für Tiere“ um den Umweltpreis beworben.

Jack Sandrock stellte in einem Interview Elita Grafke Fragen zum Umweltpreis und zu ihren weiteren Plänen:

Jack Sandrock

Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu dieser besonderen Auszeichnung .Wie bist Du auf die Idee gekommen, diese Ausstellung zu entwickeln?

Elita Grafke

Seit geraumer Zeit lese ich immer wieder Berichte von Beringern, Förstern oder Jägern, die qualvoll verendete Tiere finden. Manchmal kamen sie zum Glück noch rechtzeitig, um das ein oder andere Tier retten zu können. Ursache waren in allen Fällen Dinge, die nicht in die Natur gehören, von Menschen achtlos weggeworfen oder liegen gelassen wurden.

So fand man Igel und Füchse, deren Schnauzen in einem Becher steckten, die sich nicht mehr befreien konnten und so einen qualvollen Tod starben. Auch der tote Igel im Gurkenglas muss sehr gelitten haben. Sogar ein kleiner Plastikring, aufgepickt und über den Schnabel gezogen, wurde zur Todesfalle für einen Reiher. In Schnüre verhedderte, verendete Vögel fand man ebenso. Die Tiere hatten das Material in die Nester eingebaut. Auch Plastik bauen die Vögel ein, bei Regen fließt das Wasser dann nicht ab und die Jungen sterben an Unterkühlung oder ertrinken. Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen….

Bei unserer Recherche stellten wir fest, dass dieses Thema noch nicht im Bewusstsein der Leute ist. Über den Müll im Meer und unseren Flüssen sind wir alle informiert, die Gefahren des „Wilden Mülls“ für die Tiere sind so gut wie nicht  bekannt.

Wir sind uns sicher, dass niemand Tiere quälen möchte, die Menschen wissen einfach nicht was sie da anrichten, wir müssen aufklären, wollen Betroffenheit erzeugen .Das bewirkt aus unserer Sicht mehr als tausend Verbote!

Jack Sandrock

Du hast von Anfang an die Kinder in Deine Ausstellung einbezogen. Was war Deine Motivation dazu?

Elita Grafke

Nun ist es so, dass ich seit zwei Jahren in der OGS der Astrid Lindgren Schule in Schiefbahn eine Natur AG für zehn Kinder des zweiten Schuljahres anbiete. Warum nicht mit diesen Kindern anfangen? Warum nicht mit ihnen eine Ausstellung nach Originalfotos erstellen?

Wiebke Esmann, Leitung Naturschutzhof Nettetal, war von der Idee angetan und stellte uns Präparate zur Verfügung. Von Maria Pimpertz ,auch Naturtrainerin, bekamen wir einen Fuchs. Die Kinder brachten Plastikbecher, Dosen, kleine Gummiringe, Bänder, Plastiktüten und vieles mehr mit.

Und wir legten los! Mein Mann half maßgeblich bei der Erstellung der Ausstellung. Wir setzen auf Beteiligung! Die Kinder sollen so viel wie eben möglich selbst tun!

Zu „Experten“ ausgebildet, mit einem Schild „Experte“ versehen, präsentierten sie dann der ganzen Schule, Lehrern, Erziehern und den anderen 245 Kindern klassenweise die Ausstellung.

Zwei Kinder aus der zweiten Klasse fragten zuhause sofort, ob sie hinter Aldi im Klosterwäldchen Müll sammeln dürften und kamen mit zwei vollen Mülltüten zurück. Es ist einfach wunderbar, wie gut man die Kinder auf diesem Weg erreicht, sie gerne Verantwortung übernehmen.

Kolpingschule Willich

 

Jack Sandrock

Wo wart ihr denn mit der Ausstellung bisher?

Elita Grafke

Weitere Stationen der Ausstellung waren: Kolpingschule Willich, Lise Meitner Gymnasium Anrath, Schloss Neersen, Naturschutzhof Sassenfeld, Infozentrum der Biologischen Station Krickenbeck, REWE Markt Willich und der Zoo Krefeld.

Überall wurde unsere Ausstellung sehr intensiv aufgenommen, die Reaktionen waren durchweg positiv und die Betroffenheit sehr groß.

Jack Sandrock

Du willst das Projekt lebendig erhalten. Welche Pläne hast Du dazu?

Elita Grafke

In der Presse wurde vielfach in großen Artikeln und bester Positionierung berichtet. Wir merkten an der Reaktion darauf, dass wir bei weitem nicht alle Bevölkerungsschichten über die Zeitung erreichen. In uns reifte der Plan, eine Plakataktion und Flyer jeweils mit Hinweis auf Internetseite und Facebook zu unserem Thema ins Leben zu rufen. Das war auch ein Grund dafür, mich um den Umweltpreis zu bewerben.

Umweltpreisverleihung der Stadt Willich 2017

Jack Sandrock

Der Umweltpreis ist mit 400 Euro dotiert gewesen. Das wird für die Plakataktion und für die Flyer nicht reichen. Wie stellst Du Dir die Finanzierung vor?

Elita Grafke

Wir sind auf der Suche nach Sponsoren, die Zusage für eine Spende im nächsten Jahr liegt schon vor. Aber der Weg ist noch weit, es gibt noch viel zu tun.

Jack Sandrock

Was können wir, der NABU, noch für das Projekt tun?

Elita Grafke

Man muss schon sagen, dass ohne die großartige Unterstützung des NABU Willich in allen Bereichen, ein solcher Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Wir brauchen aber auch dringend Hilfe der anderen NABU Mitglieder!

Wofür ? Wir benötigen für die Plakataktion noch viele markante Fotos zu unserm Thema, die wir verwenden dürfen.

Jack Sandrock

Wir wünschen Dir noch viel Glück für den weiteren Verlauf des Projektes. Unsere Unterstützung hast Du sicher und vielleicht klappt das ja auch noch mit den Foto

Urkunde Umweltpreis der Stadt Willich 2017