Vogel des Jahres 2017



Presse: Faktencheck zum Insektensterben



NABU-Mitgliederversammlung
31. August 2017 19:00 - 21:00 @ Neersen Pappelallee (Schloßpark)













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NABU Willich

Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

Der Hummelnistkasten

Erdhummelkoenigin

Die ersten Hummeln erscheinen bei uns im März wenn die ersten Sonnenstrahlen Wärme und Nahrung versprechen. Sie erwachen aus ihrem Winterschlaf und kommen aus dem in der Erde liegenden Ruheplatz. Der erste Weg nach der langen Winterpause ist die Suche nach Nektar um den Hunger zu stillen. Ihre Ovarien, die Eierstöcke entwickeln sich und bald darauf beginnen sie mit der Nistplatzsuche.
Leider sind viele Nistmöglichkeiten durch den Eingriff des Menschen in die Natur zerstört worden.
Ein Nistkasten der jetzt bereit steht, hilft diese Wohnungsnot zu lindern.

 

Hummelnistkasten

Hummeln sind Höhlenbrüter und die meisten Arten die bei uns leben, leben unter der Erde. Königinen suchen deshalb im März/April nach Löchern die sich an der Erdoberfläche befinden. Sie krabbeln hinein und untersuchen ob sich ein Hohlraum und weiches Nistmaterial, etwa von alten Mausenestern darin befindet.
Sind diese Voraussetzungen erfüllt und es gefällt ihnen, kommen sie wieder heraus und machen einen Orientierungsflug um sich den Standort einzuprägen.
Der Nestkern sollte sich leicht warm halten lassen damit die Brut nicht zu schnell auskühlen kann. Die feingezupfte Polsterwolle, in einem angebotenen Nest, wird von Ihnen gerne als Isolationsmaterial angenommen.

Der rechts abgebildete Nistkasten erfüllt diese Voraussetzungen, denn er ist aus EPS (expandierendes Polystyrol) und isoliert sehr gut gegen das kalte Erdreich. Der Eingang führt leicht nach oben damit kein Regenwasser durch den Gang ins Nestinnere eindringen kann.
Der ca. 40 cm lange Gang ist einem Mausegang nachempfunden und wird von Erdhummeln gerne angenommen. Acker- Wiesen und Baumhummeln bevorzugen solche Kästen mit kurzem Laufgang,

 

 

 

Hummelstand1

 

Weitere Informationen zum Nistkastenbau erfahren Sie unter

http://www.das-hummelhaus.de

 

 

 

 

Hummelnest

Gegen Ende der Hummelsaison im Hochsommer, werden die Jungköniginnen und Drohnen (männliche Hummeln) geboren. Die Drohnen legen auf sogenannten Schwarmbahnen Duftspuren an und begattungswillige Jungköniginnen werden von diesem Duft angezogen, um sich an diesen Plätzen begatten zu lassen.

Um gut über den Winter zu kommen fressen die Jungköniginnen sich noch ein ordentliches Polster an um dann ein Überwinterungsquartier unter Moos, Laub oder bis zu 30cm in der Erde zu suchen.
Die Drohnen sterben einige Zeit nach dem Hochzeitsflug, denn ihre Aufgabe der Befruchtung ist getan.
Viele Königinnen überleben den Winter nicht, aber diejenigen die es schaffen gründen im nächsten Frühjahr neue Völker, sofern sie in unserer aufgeräumten Landschaft eine Nistmöglichkeit finden. Jeder von uns kennt Hummeln und wir sind vom Fleiß dieser Teddys der Lüfte begeistert. Nistkästen bieten eine sehr gute Möglichkeit diese Insekten aus der Nähe kennen zu lernen.

Man kann nur schützen was man kennt und gerade Hummeln leisten in unserem Ökosystem einen wichtigen Beitrag.

 

Ihr NABU – Team Willich
Harry Abraham

Aktuelles aus der Hummelwelt……. 

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Kommentare

Kommentar von Diana Kabul
Zeit 13. Juni 2017 um 11:45

Hallo lieber Nabu,

ich habe entdeckt, dass sich in meinem Schnellkomposter, der noch vom Vorjahr mit Rasenschnitt halb voll war ein Volk Baumhummeln eingenistet hat. TOLL!!!! Wenn ich mir den Aufbau von eurem Hummelkasten anschaue, dann sieht der meinem Schnellkomposter auch sehr ähnlich. Jetzt habe ich nur eine Frage: Kommen die wieder? Ich möchte die jedes Jahr haben, sie zu beobachten, wie sie in meinem Garten Nektar suchen und dann zurück durch die kleinen Schlitze in den Schnellkomposter kriechen finde ich so interessant. Wenn die Königin wiederkommen sollte, muss ich den Kompost im Herbst leer machen und das alte Nest entfernen oder bauen die weiter? Kann ich das irgendwie attraktiv gestalten fürs nächste Jahr? Was ich gemerkt habe ist, dass die Hummeln voll auf meine Lavendelblüten und den Storchenschnabel stehen.
Muss ich meinem Vermieter erzählen, dass die Hummeln da sind? Ich habe Angst, dass er sie wegmachen lässt.

Es wäre super, wenn Ihr mir weiterhelfen könntet…

LG Diana Kabul.

Kommentar von Harry Abraham
Zeit 13. Juni 2017 um 14:16

Hallo Frau Kabul,

Hummeln benutzen ihr Nest immer nur ein mal und bauen nächstes Jahr auch nicht weiter. Alle Arbeiterinnen und Drohnen sterben, nur die Jungköniginnen überleben und bauen im nächsten Jahr ab März ein neues Nest. Ein Schnellkomposter ist natürlich ideal und es kann sein dass nächstes Jahr wieder eine Königin dort ihr Nest baut. Hummeln nutzen vorhandenes Nistmaterial und bauen ein Nest in der Größe von ca. 10 -20cm Durchmesser. Hummeln stehen unter Naturschutz und ihr Vermieter darf diese weder stören noch entfernen.

LG Harry Abraham

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