Vogel des Jahres 2017



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NABU Willich

Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

Der Storch und das Hundefutter

Am Samstag, 4. Februar 2012, wurde ich angerufen von Jack Sandrock und gebeten, nach Neersen zu kommen. Dort wäre seit zwei Tagen immer wieder ein Storch zu sehen. „Ein Storch im Februar? Das kann doch gar nicht sein, “ dachte ich. Da ich gerade in Mönchengladbach war, konnte ich nicht sofort kommen. Später fuhr ich zu der angegebenen Stelle, aber von einem Storch gab’s keine Spur. Anschließend rief mich eine Anwohnerin an und berichtete, dass der Storch nun bei ihren Nachbarn auf dem Dach säße. Jack war schnell alarmiert, taute schnell ein paar Küken auf und brachte sie (mit Moni’s Wärmflasche versehen, damit sie nicht unterwegs wieder gefrieren) an den Ort des Geschehens. Wir wurden schon erwartet und hörten, dass sie eine zugelaufene Katze hätte, die am liebsten Hundefutter frisst. Von diesem Hundefutter hätte sie dem Storch angeboten („Komm, komm, Leckerli“) und dieser hätte etwas 2/3 einer großen Dose gefressen. Kein Wunder, dass er anschließend keine aufgetauten Eintagsküken mehr annahm. Er war offensichtlich pappsatt – oder der Auflauf – immerhin 5 Personen – und das Spektiv haben ihn eingeschüchtert.

Storch1

Da stand er nun neben dem Schornstein und hat sich möglicherweise durch den Rauch wärmen lassen. Am Sonntagmorgen konnte Jack bei der nun erfolgreichen Fütterung mit Küken den Ring ablesen. Seine Recherche ergab, dass dieser Storch schon weit gereist ist. Das letzte Mal ist er in Verden an der Aller gesehen worden; er war aber auch schon in Frankreich. Beringt wurde er an der Vogelwarte in Hiddensee.

Gestern Abend sahen wir ihn wieder auf dem Dach stehen und alle hoffen, dass er durch die Fütterung nun gut durch die kalte Zeit kommt und sich vielleicht sogar in der Nähe niederlässt, da hier so viele hilfreiche Menschen wohnen.

PS: Anmerkung von Jack Sandrock:

Storch mit Nahrung

Katzen- und Hundefutter keine gute Lösung

Heute Abend riefen mal wieder besorgte Bürger an und wir waren doch etwas erstaunt, dass „unser Storch“ nicht nur in Neersen auf der Laterne sitzt, sondern angeblich auch auf einem Dach in Willich sitzen sollte. Wieder sind wir mit Hühnchen bewaffnet losgefahren und sahen den „Neersener Storch oben auf der Laterne sitzen; wir fuhren dann weiter zu der uns beschriebenen Stelle. Da saß tatsächlich ein weiterer Storch.
Storch2

Er sah leider viel erschöpfter aus, aber die mitgebrachten Hühnchen und. Mäuse waren schnell verputzt.
Die Greifvogelstation in Mönchengladbach war von besorgten Bürgern, auf dessen Dach er saß, angerufen worden. Frau Hilgers von der Pflegestation hatte sich mit einem kompetenten Tierarzt in Verbindung gesetzt. Er hatte dazu geraten, den Storch in die Greifvogelstation, die eine beheizte Voliere hat, zu bringen und während der strengen Wintertage mit Mäusen und kleinen Kücken zu füttern. Er war der Ansicht, dass Hundefutter sicher eine gute Übergangslösung ist, aber auf keinen Fall länger als ganz wenige Tage genommen werden sollte.

Storch4

Anfüttern klappt eigentlich ganz gut. Er ist auch ganz zutraulich und kommt bis auf 2 Meter an einen Menschen heran. Mäuse und Hühnchen frisst er ganz gerne. Doch langsam geht das Futter aus.

Storch5

Die Fangmethode, Netz drüber und fertig, ist nicht so einfach wie es aussieht. Der Storch ahnt das Vorhaben und ist clever genug sich frühzeitig abzusetzen.

Storch6

Wasser zum trinken nimmt er auch gerne, denn außer Eis ist draußen nichts zu haben.

Storch7

Neuste Meldung vom 7.2.2012

Der Storch konnte heute um 17:00 Uhr eingefangen und in die Mönchengladbacher Greifvogelstation gebracht werden. Er wird vorher tierärztlich untersucht, um festzustellen ob er irgendwelche gesundheitliche Probleme hat, die behandelt werden müssen. hier gehts weiterLinkbutton

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