Vogel des Jahres 2017



Roundup, der Prozess vom 17.10.17



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16. Dezember 2017 - 17. Dezember 2017 @ Schloss Neersen













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Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

Endlich wieder Nachwuchs von Wanderfalken in Schiefbahn

Von der Straße aus haben wir bereits ein Elterntier auf dem Kreuz der Kirchturmspitze sitzen sehen. Wir wollen dort hoch um zu sehen wie viele Jungtiere dort geschlüpft sind und ob wir sie noch beringen können. Es ist immer wieder spannend in den Kirchturm der Schiefbahner Pfarrkirche St. Hubertus zu steigen. Die massive Steinwendeltreppe mit Eisengeländer führt uns bis unter den Glockenturm. Erstmal ein Blick auf die Uhr, ob wir ohne ohrenbetäubenden Glockenschlag am Glockenturm vorbei kommen.

 

Es ist jedes mal die gleiche Prozedur doch irgendwie immer wieder neu. Es bleiben uns fünf Minuten um die hölzerne Treppe an den Glocken vorbei und weiter auf Holzleitern bis in die Turmspitze vorzudringen. Bis jetzt zeigte uns die Beleuchtung wo es weiter nach oben geht, doch nun wird es stockdunkel und wir müssen unsere Stirnlampen einschalten. Es wird eng in der Kirchturmspitze. Im Oktober 2013 haben wir dort oben einen Wanderfalken – Nistkasten eingebaut. Den Nistkasten konnten wir damals erst vor Ort zusammenbauen, da alleine schon die Bauteile nur knapp durch die engen Luken passten.

 


Oben angekommen müssen wir sehr vorsichtig und leise sein, denn die Jungvögel, falls vorhanden, dürfen sich nicht erschrecken und evtl. einen Sprung oder Absturzflug in die Tiefe machen. Vorsichtig öffnen wir die Revisionsöffnung zum Nistkasten und schauen auf zwei junge kräftige Wanderfalken. Von der Größe her schätzen wir dass es Terzel, also Männchen sind. Die Schenkel sind noch mit wollartigem Flaum bedeckt.

Es ist also geglückt, das Wanderfalkenpärchen hat zwei Jungtiere groß gezogen. Zum beringen sind sie schon zu alt. Die Gefahr das sie beim ergreifen vorne aus dem Nest springen ist einfach zu groß. Also machen wir uns wieder an den Abstieg und wollen die Alttiere noch von der Straße aus durch ein Spektiv auf dem Kirchturm beobachten.

Es dauert nicht lange, denn kaum hatten wir das Stativ aufgebaut schauten auch schon interessierte Leute vorbei um zu fragen, was es denn interessantes auf dem Kirchturm zu sehen gibt. So nah und so schön hätten Sie diese Greifvögel noch nie gesehen. Ein Jungvogel schaute vorsichtig über die Abflugkannte, doch eine Woche benötigen sie noch, um den ersten Flug zu wagen. Den Ring am Weibchen können wir gut ablesen. P über F steht da und sagt uns einiges über den Lebeslauf dieses Falken aus. Im Jahr 2011 schlüpfte das Weibchen in Bonn und wurde dort von der Wanderfalken AG beringt. 2013 wurde das Weibchen in St. Tönis am Wasserturm beobachtet. 2014 dann die erfolgreiche Brut an der Schiefbahner Kirche mit vier Jungvögel. Doch dann war es für zwei Jahre verschwunden. Durch die Beringung kann der Lebensweg, wenn auch mit Lücken, nachverfolgt werden.

Wir sind begeistert das es 2017 wieder gelungen ist zwei Wanderfalken aufzuziehen.

 

 

 

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