Vogel des Jahres 2016











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NABU Willich

Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

Es ist Wespenzeit

P1020198aWespen haben im Moment Hochsaison und viele Menschen haben Probleme damit, weil sich die Wespen ausgerechnet ein Plätzchen für den Nestbau ausgesucht haben, der auch von ihnen genutzt werden möchte. Ob es der Balkon die Haustür oder das Plätzchen im Garten ist, welches man gerne im Sommer benutzen möchte, die Wespen machen sich jetzt durch die Vielzahl der An- und Abflüge bemerkbar. Der Flugverkehr zum Nest nimmt zu, weil die Larven versorgt werden wollen. Fliegen, kleinere Insekten oder Raupen werden ins Nest gebracht um den Hunger der Larven zu stillen. Solange man einen Sicherheitsabstand hält und die Wespen sich nicht bedroht fühlen, ist ein Zusammenleben mit Einschränkungen möglich. Frühstücken unter einer Einflugschneise der Wespen gehört leider nicht dazu. Was also tun. Jeder Fall und jede Lösung liegt ein bisschen anders. Man sollte nur wissen, dass Wespennester nur ein halbes Jahr existieren und es im Herbst von ihren Bewohnern verlassen wird. Alle Arbeiterinnen nebst der Altkönigin sterben außerhalb des Nestes irgendwo in freier Natur. Nur die Jungköniginnen, die von den im Herbst geborenen Drohnen befruchtet werden, haben eine Chance das nächste Frühjahr zu erleben. Sie suchen sich unter Baumrinde, in einem Holzstapel oder Dachboden einen Überwinterungsplatz. 0C1A1916Soviel zur Lebensweise. Aber was wenn man das Wespennest loswerden möchte? Vielen kommt der Gedanke einen Schädlingsbekämpfer zu beauftragen das Wespennest auszuräuchern. Hört sich harmlos an „ausräuchern“ Aber das beeindruckt Wespen nicht, denn mit Rauch die Wespen zu vertreiben ist nicht möglich. Es muss schon ein starkes Nervengift her um die Wespen zu beeindrucken. Der Nachteil ist, dass man sich den Freiraum, den die Wespen sich genommen haben nicht zurückbekommt, denn der Bereich ist nun mit Insektengift kontaminiert oder verseucht. Die netten Worte dafür sind Insektenpuder oder Schaum. Aber was steckt dahinter?Hornissen 1 Pyrethroide, Avidust Puder oder Bendiodust sind Bezeichnungen mit denen man nur etwas anfangen kann, wenn man das Sicherheitsdatenblatt des betreffenden Stoffes liest. Nervengift sagt vielen schon etwas mehr und wenn man die Nebenwirkungen dieses Nervengiftes wie: Reizungen und Rötungen der Haut und Schleimhäute, Kribbeln und Jucken, Augenbrennen und Reizhusten oder die Symptome von Vergiftungen mit Nervengiften wie Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Schwächegefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schweißausbrüche liest, weis man schon eher, wie dieses Gift wirkt. Wespen sind nicht leicht abzutöten, da sie robuster als Fliegen sind und dieses Gift auch erst von den Wespen mit ihren Beinen ins Nestinnere getragen werden muss um die volle Wirkung zu erzielen. Hornissen 2Aber was passiert mit dem Gift welches außen am Einflugloch haftet und durch Wind verteilt wird. Der Bereich um das Nest ist für längere Zeit vergiftet und auch für den Menschen nicht nutzbar. Nervengifte sind photostabil und damit relativ langlebig. Das langlebige synthetische Nervengift Permethrin etwa zählt in den USA zu den 50 giftigsten Stoffen und gilt als krebserzeugend. Und während sich Wissenschaftler in der Bundesrepublik noch über die Langzeitwirkungen des Gifts auf Organe und Nervensystem streiten, werden immer mehr Fälle von Pyrethroid-Geschädigten bekannt. Die Gebrauchshinweise sind geradezu „verharmlosend und irreführend“.

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