Vogel des Jahres 2017



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NABU Willich

Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

Fledermaus-Ambulanz für Viersen und Umgebung

Bei Familie Menn dreht sich alles um die „Maus“.

In einem eigens hergerichteten Zimmer finden verletzte, junge oder geschwächte Fledermäuse die nötige Hilfe, Nahrung und ein Dach über den Füßen.

Frau Menns Spezialgebiet ist die Jungtieraufzucht.

Fledermausbabies kommen ähnlich wie menschliche Kinder nackt und hilflos zur Welt und sind vollkommen auf ihre Mutter angewiesen. Wird die Mutter verletzt oder findet nicht genug Nahrung, fallen die Jungtiere aus dem Unterschlupf oder liegen geschwächt am Boden wo sie im Besten Fall von aufmerksamen Menschen gefunden.  Ohne Hilfe könnten solche Fledermaus-Findlinge nicht überleben, am Boden liegend sind Hunde, Katzen, ja selbst Ameisen gefährlich.

Wichtig ist, dass die kleinen, zum Teil gerade mal gummibärchengroßen Jungtiere vor Unterkühlung geschützt werden. Dazu setzt man die Tiere am besten in einen kleinen Karton mit Luftlöchern und etwas locker geknülltem Küchenkrepp oder einem Papiertaschentuch. Da die Babies einer vierwöchigen intensiven Betreuung bedürfen, sollten die Finder sich auf die erste Hilfe Maßnahme beschränken und schnellstmöglich einen Ansprechpartner in der Nähe kontaktieren.

Ihr derzeitiger Gast ist ein großer Abendsegler Namens Loki. Manuela Menn erklärt dazu: „Bei uns bekommen die Schützlinge ihren Namen nach dem Ort, an dem sie gefunden wurden. Bei Loki war das Düsseldorf Lohausen.“

Das ca. 40 Gramm schwere Männchen kam Ende November mit einer Unterarmfraktur in die Ambulanz nach Viersen. Der Bruch war zunächst stark entzündet und musste medizinsch versorgt werden. Nach vierwöchiger Behandlung ist das gröbste Überstanden und Loki versucht, Winterschlaf zu halten. Da jedoch auch die Sehnen zum Bewegen des Flügels in Mitleidenschaft gezogen wurden, muss sich erst noch zeigen, in wie weit Loki wieder völlig genesen kann.

Jede Mahlzeit quittiert Loki mit einem freudigen „Uiiii“, ehe er herzhaft und in rasender Geschwindigkeit ca. 40 Mehlwürmer verdrückt.

Neben der Ambulanz führt Frau Menn auch Vorträge und Infoveranstaltungen durch. Vor allem an Schulen ist das Interesse an den kleinen Kobolden der Nacht sehr groß und die Kinder sind den Tieren gegenüber sehr aufgeschlossen.

Weitere Infos gibt’s unter Manuela Menn, Am Lindenhof 28, 41748 Viersen, Telefon 02162/36 000 51 oder mobil 0176/ 96 065 344, manu22b@yahoo.com

 

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