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Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

Ameisen, die faszinierenden Insekten !

2014 07 20 Offene Gartenpforte 007aZum Tag der offenen Gartenpforte hielt Heinz van den Brock einen Vortrag über die Wunderwelt der Ameisen. Diese kleinen, in Staaten organisierten Insekten, erstaunen uns Menschen immer wieder aufs Neue. Stammen die ersten Funde doch aus der Kreidezeit und werden auf 100 Millionen Jahre datiert.

Sie arbeiten und rackern sich zum Wohle des eigenen Volkes ab. Es gibt klare Aufgaben innerhalb des gut organisierten Ameisenstaates.

Die Ameisenkönigin legt Eier, aus denen später kleine Larven entstehen. Die Larven werden von den Arbeiterinnen gut versorgt. Larven brauchen eine ganz besondere Feuchtigkeit und Temperatur. Aus diesem Grund werden sie von den Arbeitern im Ameisenstock zu den optimalsten Brutplätzen hin und hergetragen. Außerdem schaffen sie Futter für die Brut heran.

Die Soldaten im Ameisenstock verteidigen ihr Volk, indem sie z.B. gefährlichen Käfern die Antennen abbeißen.

Besonders interessant ist die These, das Ameisenvölker über Fähigkeiten bezüglich der Aufspürung von tektonischen Brüchen in der Erdkruste verfügen, berichtete Heinz van den Brock. Die Tiere reagierten besonders sensibel auf Veränderungen des Gasstroms aus dem Erdinneren. Im Erdboden der Eifel und des Bayrischen Waldes befinden sich tausende von Rissen die sich im Laufe der letzten 500 000 Jahre gebildet haben. Die Ameisen nutzen diese Brüche aus denen Gas strömt. Durch Kartierungen von Ameisennestern kann man sehen, dass die Ameisen besonders gerne an diesen Spalten ihre Nester bauen. Helium welches im Inneren der Erde entsteht, weicht durch diese kaum sichtbaren Spalten an die Erdoberfläche. Die Wärme aus dem Untergrund bildet vermutlich ein für die Ameisen optimales Klima. Ameisen können Temperaturunterschiede von 0,1 Grad Celsius bemerken. Man könnte jetzt meinen, Ameisen seien die idealen Vulkanausbruchsensoren, doch daran bestehen berechtigte Zweifel, denn Ameisenvölker ziehen mehrmals im Jahr um.

Dennoch sollte man Ameisennester gut im Blick haben, denn sie reagieren auf Gas welches aus der Erde austritt. Es wäre unmöglich alle Spalten der Erdkruste in der Eifel mit Messgeräten zu bestücken um Gasaustritte aus dem Erdinneren zu messen. Die Ameisen könnten hierbei ein wichtiger Indikator sein.

Vielen Dank für den Beitrag über das Leben der Ameisen, die uns immer wieder mit ihren Fähigkeiten verblüffen.

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