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NABU Willich

Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

NABU-Gruppe Willich macht Radtour zu den „Streuobstwiesen in Willich“

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 Am Samstag, 12.April, bei wunderbarem Wetter trafen wir uns am Naturerlebnisgarten im Schlosspark Neersen, um eine 28 km lange Rundtour zu 14 Willicher Streuobstwiesen zu machen.

Den ersten Halt machten wir an der Obstwiese „an der Kickenstraße“, die der NABU Willich erst kürzlich von der Stadt gepachtet hatte. Vor einigen Wochen wurden hier von der NABU-Gruppe Willich zusammen mit Günter Wessels und seiner Truppe Pflegeschnitte bei den noch relativ jungen Hochstamm-Obstbäumen durchgeführt. Dieser in der Nähe unserer NABU-Station liegende Obstbongart soll zukünftig auch für unsere NAJU-Jugendgruppe eine Projektwiese werden (für Steinkauz, Singvögel und Wildbienen).

an dem wir gerne beteiligt waren, hat uns nochmals bestärkt, sich für den Erhalt der Niederrheinischen Bongarten mit hochstämmigen Obstbäumen alter Sorten einzusetzen. Diese alten Obstbäume beherbergen von der Wurzel bis zur Baukrone fast 1000 verschiedene Tierarten.

Auf dem Weg zur nächsten mit alten Obstbäumen bestückten Streuobstwiese hörten wir in der Luft die Feldlerche singen und sahen und hörten links und rechts auf den Feldern insgesamt 10 Kiebitze. Einige schwangen sich auch in die Luft und zeigten ihren typischen Balzflug.

Von dort erreichten wir die große wunderschöne Streuobstwiese in Neersen, die die Stadt vor Jahren als Ausgleichsfläche angelegt hat. Leider hatten dort im kalten Winter vor zwei Jahren hungrige Hasen, Kaninchen und Rehe den Baumrinden ziemlich zugesetzt. Im letzten kalten Winter hatten wir nach dem Weidenschnitt (dort stehen auch seitlich alte Kopfweiden) die Ruten aufgeschichtet, so dass sich das Wild daran bediente und kein weiterer Schaden mehr entstand. (Allerdings ist auch inzwischen Verbiss-Schutz angebracht worden).

Durch landschaftlich schönes Gebiet erreichten wir den Stautenhof mit seiner noch jungen Streuobstwiese. Hier hatten wir das Glück, den brütenden Turmfalken mit dem Fernglas zu sehen.

Nun ging es über den leider durch Bauarbeiten für den Golf-Platz etwas beeinträchtigten Weg zum Renneshof, einem schönen alten Gutshof, wo es eine alte Obstwiese und 300 m entfernt eine neue Obstwiese gibt.

Im Hof der Holterhöfe (umgebauter Bauernhof zu Cafe/Restaurant) schmeckten der Kaffee und der Kuchen bei strahlendem Sonnenschein gut.

Bei einigen von uns angebrachten Steinkauzkästen an Bauernhöfen und in Streuobstwiesen kreisten verdächtig viele Dohlen. Mal sehen, ob in diesem Jahr die Zählung der Jungen genauso erfolgreich wird wie in den Jahren davor (39 junge Steinkäuze 2013).

Und dann sahen wir die ersten zwei Rauchschwalben. „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, sagt man, aber ein tolles Frühjahr!

Nun kamen wir zu den zwei von Kolpingsfamilie und NABU neu angelegten Streuobstwiesen. Alle neu gepflanzten Bäume waren angegangen.

Bei unserer letzten Streuobstwiese „am Berderhof“ verabschiedeten sich schon einige, die in Willich oder Schiefbahn wohnen oder noch etwas im schönen Außenbereich des Cafe/Restaurants verweilen wollten. Wo gibt es schon noch so einen schönen Blick auf blühende Apfelbäume, unter denen Kühe mit ihren Kälbern friedlich grasen.

 

Monica Sandrock

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