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NABU Willich

Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

Kettensägekurs des NABU in Nettetal

Sägekurs 2H1

Mitglieder des  NABU Bezirksverbandes Krefeld-Viersen nahmen an der Ausbildung, eines Sägekurses auf dem Naturschutzhof in Nettetal teil.

Theoretische und praktische Arbeiten mit einer Kettensäge standen auf dem Programm der Ortsverbände NABU Willich, Grefrath und Krefeld.

Am ersten Abend wurden uns die theoretischen Kenntnisse über die Handhabung der Kettensäge und die nötigen Sicherheitsvorschriften vermittelt. Viele neue Fachbegriffe wie, Fallkerbsolenschnitt, Fallkerb Splintschnitte, Bruchleiste oder Fallkerbdach wurden uns beigebracht.
Am zweiten Tag ging es direkt an den praktischen Teil der Arbeit. Sägekurs 21HMaschinenkunde wie Kettensäge schärfen, Filter reinigen, Bremsglocke reinigen und Kette spannen waren wichtige Teile der Ausbildung.

Die eigene Sicherheit wurde durch persönliche Schutzausrüstung, wie Helm, Ohrenschützer, Visier, Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Hosen mit Schnittschutz gewährleistet. Jetzt ging es an die praktische Arbeit. Viele Bäume standen zu dicht beieinander, so dass die Baumkronen sich gegenseitig im Wachstum behinderten. Nachdem festgelegt war, welche Bäume der Kettensäge zum Opfer fallen sollten, wurden jeder einzeln begutachtet und eingeschätzt. Der Gefahrenbereich, der um den zu fällenden Baum bestimmt wurde, war doppelt so groß wie der Baum hoch war. Die Höhe des Baumes wurde geschätzt und die Fällrichtung anvisiert.

Die Kettensäge wurde mit Schnittöl und Treibstoff versorgt. Die Schnitte, die wir theoretisch gelernt hatten, wurden festgelegt. Das Starten der Kettensäge ist schon eine Prozedur für sich. Helm auf, Ohrenschützer auf, Schutzvisier runter, Schutzhandschuhe an,  Kettenschutz von der Kettensäge abziehen, Kettenbremse rein, Schock in die richtige Position, die Kettensäge in Startposition auf den Boden oder zwischen die Beine bringen und dann kräftig das Startseil ziehen bis die Säge anspringt und im Leerlauf läuft. Um diese Folge einzuhalten bedarf es schon einiger Übung.

Bis jetzt war alles noch ungefährlich, wenn alles richtig gemacht wurde. Nun wird die Bremse gelöst und die scharfe Kettensäge dreht sich je nach Gaszugabe mit lautem Getöse schnell oder langsam. An diese Betriebssituation muss man sich erst mal gewöhnen.

Sägekurs 23HDer Fallkerbsolenschnitt wurde angebracht und der Fallkerb mit dem Fallkerbdachschnitt vollendet. Die Fallrichtung und der Fluchtweg nochmal überprüft und der Fällschnitt auf der gegenüber liegenden Seite des Fallkerbs geschnitten. Wer jetzt aber meint der Fällschnitt ist der Endgültige Schnitt um den Baum zu fällen liegt falsch. Es wird nur so weit geschnitten, so dass eine Bruchleiste des Baumes stehen bleibt. In den Fällschnitt wird ein Keil eingeschlagen, danach wird der Fällschnitt fertig gesägt und der Baum mit Keilen oder dem Keilheber umgekeilt.

Nur dünnere Bäume werden mit einem Schrägschnitt in einem Arbeitsgang abgesägt.Obwohl einige Kursteilnehmer schon vorher mit einer Kettensäge gearbeitet hatten, war diese Ausbildung zum Erlangen eines Kettensägescheines lehrreich und gab jedem Teilnehmer mehr Sicherheit im Umgang mit diesem gefährlichen Werkzeug.

 

 

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