Vogel des Jahres 2017



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NABU Willich

Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

Dohle in Kamin gefallen

30032013175Die Nacht zu Ostersamstag hat Horst Grandt, aus Neersen, schlecht geschlafen, denn dauernd kamen irgendwoher Geräusche aus seinem Haus. Irgendein kratzen und schreien vernahm er. Dann war es wieder ruhig. Am nächsten Morgen begab er sich auf Spuren- bzw. Geräuschsuche. Der Ort war schnell gefunden. Es musste der Kamin sein. Vorsichtig öffnete er die Rußklappe im Keller und siehe da, ein schwarzer Vogel saß weiter hinten, am Knick des  nach oben führenden Schornstein´s und rührte sich nicht. So mit der Hand reingreifen und den Vogel rausholen traute er sich nicht zu. Es musste also eine andere Lösung her. Ein Plastikkorb sollte die Rettung bringen. Also wurde auf einer Konstuktion der Plastikkorb hochkannt vor das Ofenloch platziert, in der Hoffnung, dass der Vogel dort reinging. Dann schnell eine Pappe zwischen Kaminloch und Korb geschoben und schon war der Vogel gefangen und konnte in die Freiheit entlassen werden. So war jedenfalls die Idee. Doch der Vogel tat ihm den Gefallen nicht. Sobald sich jemand dem Korb näherte verschwand er wieder im Ofenloch.

Daraufhin entschloß sich Herr Grandt telefonisch Hilfe zu holen.

Wie es in solchen Situationen oft üblich ist, beginnt eine Odysse im Telefonnetz.  Als erstes kam der Gedanke Schornstein gleich Schornsteinfeger. Aber der war nicht erreichbar, sowie 3 bis 4 andere Telefonnummern die etwas mit Tierrettung zu tun haben könnten. Schließlich gelang die Verbindung mit einer Dame vom Tierschutzverein, die wiederrum  mit einer Telefonnummer des NABU Willich aushelfen konnte. Die Richtung war schon mal gut und bei der zweiten Nummer war auch die richtige Verbindung zustande gekommen.

Voller Erleichterung empfing Frau Grandt den Helfer in der Not an der Haustür. Mit Karton und Handschuhen ging es dann in den Keller, zu dem besagten Ofenloch mit der Fangkonstruktion. Der Vogel saß im Korb, doch beim näher kommen verschwand er im Kaminloch. Es ist nicht jedermanns Sache, bis zur Schulter in ein schwarzes Loch zu fassen um dann ein „Etwas“ herauszuziehen. Die Handschuhe waren nicht besonders dick, denn man musste auch etwas Gefühl haben, damit man den Vogel richtig greifen kann um ihn nicht zu verletzen. Den spitzen Schnabel bekam ich auch sofort zu spüren, doch dann habe ich ihn so fassen können, dass er sich durch Flügelschlag nicht selbst verletzen konnte. Eine wunderschöne Dohle mit ihrem schwarzblauen Gefieder zog ich hervor, die über ihre Rettung keine Dankbarkeit zeigte. Doch das konnte man auch nicht erwarten, denn nach 24 Stunden Gefangenschaft, will man nichts wie weg. Eine Verletzung war nicht zu erkennen, die Flügel waren einwandfrei und die Dohle machte einen recht fidelen Eindruck. Vorerst musste sie erstmal im Karton Platz nehmen um sie auf die Terasse zu tragen. Vorsichtig öffnete ich den Karton. Die Dohle schaute mich verdutzt an, sah den blauen Himmel über sich und startete mit eleganten Flügelschlägen in die Freiheit.

Voller Erleichterung beobachtete Familie Grandt die Aktion hinter der geschlossenen Terassentür, damit sich der Vogel bei der Freilassung nicht doch noch irgendwie ins Wohnzimmer verirren konnte. Ende gut alles gut.

Um grausame Tierquälerei zu vermeiden und den einwandfreien Betrieb einer Feuerungsanlage zu gewährleisten empfiehlt der NABU Dohlenschutzgitter einzusetzen. Dohlenschutzgitter gibt es ab 19,50 €

 Dohlenschutzgitter

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