Vogel des Jahres 2017



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NABU Willich

Ortsverein Willich publiziert von Harry Abraham

Der Hummelnistkasten

ErdhummelkoeniginDie ersten Hummeln erscheinen bei uns im März wenn die ersten Sonnenstrahlen Wärme und Nahrung versprechen. Sie erwachen aus ihrem Winterschlaf und kommen aus dem in der Erde liegenden Ruheplatz. Der erste Weg nach der langen Winterpause ist die Suche nach Nektar um den Hunger zu stillen. Ihre Ovarien, die Eierstöcke entwickeln sich und bald darauf beginnen sie mit der Nistplatzsuche.
Leider sind viele Nistmöglichkeiten durch den Eingriff des Menschen in die Natur zerstört worden.
Ein Nistkasten der jetzt bereit steht, hilft diese Wohnungsnot zu lindern.

 

HummelnistkastenHummeln sind Höhlenbrüter und die meisten Arten die bei uns leben, leben unter der Erde. Königinen suchen deshalb im März/April nach Löchern die sich an der Erdoberfläche befinden. Sie krabbeln hinein und untersuchen ob sich ein Hohlraum und weiches Nistmaterial, etwa von alten Mausenestern darin befindet.
Sind diese Voraussetzungen erfüllt und es gefällt ihnen, kommen sie wieder heraus und machen einen Orientierungsflug um sich den Standort einzuprägen.
Der Nestkern sollte sich leicht warm halten lassen damit die Brut nicht zu schnell auskühlen kann. Die feingezupfte Polsterwolle, in einem angebotenen Nest, wird von Ihnen gerne als Isolationsmaterial angenommen.

Der rechts abgebildete Nistkasten erfüllt diese Voraussetzungen, denn er ist aus EPS (expandierendes Polystyrol) und isoliert sehr gut gegen das kalte Erdreich. Der Eingang führt leicht nach oben damit kein Regenwasser durch den Gang ins Nestinnere eindringen kann.
Der ca. 40 cm lange Gang ist einem Mausegang nachempfunden und wird von Erdhummeln gerne angenommen. Acker- Wiesen und Baumhummeln bevorzugen solche Kästen mit kurzem Laufgang,

 

Hummelstand1

 

 

Weitere Informationen zum Nistkastenbau erfahren Sie unter

http://www.das-hummelhaus.de

 

 

 

HummelnestGegen Ende der Hummelsaison im Hochsommer ,werden die Jungköniginnen und Drohnen (männliche Hummeln) geboren. Die Drohnen legen auf sogenannten Schwarmbahnen Duftspuren an und begattungswillige Jungköniginnen werden von diesem Duft angezogen, um sich an diesen Plätzen begatten zu lassen.

Um gut über den Winter zu kommen fressen die Jungköniginnen sich noch ein ordentliches Polster an um dann ein Überwinterungsquartier unter Moos, Laub oder bis zu 30cm in der Erde zu suchen.
Die Drohnen sterben einige Zeit nach dem Hochzeitsflug, denn ihre Aufgabe der Befruchtung ist getan.
Viele Königinnen überleben den Winter nicht, aber diejenigen die es schaffen gründen im nächsten Frühjahr neue Völker, sofern sie in unserer aufgeräumten Landschaft eine Nistmöglichkeit finden. Jeder von uns kennt Hummeln und wir sind vom Fleiß dieser Teddys der Lüfte begeistert. Nistkästen bieten eine sehr gute Möglichkeit diese Insekten aus der Nähe kennen zu lernen.

Man kann nur schützen was man kennt und gerade Hummeln leisten in unserem Ökosystem einen wichtigen Beitrag.

Ihr NABU – Team Willich
Harry Abraham

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